Perspektive und Bildwirkung

Entscheidend für die Bildwirkung ist die Perspektive, aus der eine Aufnahme gemacht wird. Solange man aus freier Hand photographiert, liegt die Versuchung nahe, Motive aus Augenhöhe abzulichten. Es lohnt sich durchaus auch mal aus der Hocke von unten nach oben oder von einem erhöhten Standpunkt aus von oben nach unten zu photographieren. Dadurch verändern sich die Proportionen und somit auch die Bildwirkung.

Photographieren im Museum

Museen sind für Wissbegierige und Photographen ein Eldorado mit unendlich vielem, was es zu entdecken gibt. Über viele Museen ist schon vor einem Besuch einiges bekannt, wie von Nofretete, die zu den bekanntesten Gesichtern Berlins gehört. Geduldig schaut sie hinter Glas die Besucher an, die vor ihr stehen bleiben, sie anschauen, photographieren und dann an ihr vorbeiziehen. Jeder kann die Büste der Hauptgemahlin des ägyptischen Pharaos Echnaton in Augenschein nehmen und mit der Kamera für sich festhalten. In Museen gelten allerdings verschärfte Bedingungen für Photographen, nicht alles ist zugelassen.

Schlagschatten beim Blitzen

Ein frontal vor dem Motiv ausgelöster Blitz führt unweigerlich zu störenden Schlagschatten. Verhindern lassen sich solche Schatten durch indirektes Blitzen oder indem der Abstand zwischen dem Porträtierten und der Wand vergrößert wird. Schlagschatten lassen sich zwar mittels digitaler Bildbearbeitung nachträglich entfernen, dies ist jedoch sehr zeitintensiv.

Quelle: prophoto-online

Komprimieren mit Teleobjektiven

Um entfernte Motive aus der Umgebung zu isolieren, greifen viele Photographen zum Teleobjektiv. Dieses bietet nicht nur eine längere Brennweite, es hat auch völlig andere Abbildungseigenschaften als beispielsweise ein Weitwinkelobjektiv. Neben dem Heranholen entfernter Objekte, also dem bloßen Überwinden von Distanz, komprimiert es letztere. Der Vordergrund tritt zurück, die Perspektive wird gerafft. Aber auch die Schärfentiefe verändert sich. Lange Brennweiten zeichnen bei offener Blende nur einige Zentimeter vor und hinter dem anfokussierten Punkt scharf. Damit isoliert man Motive.
Quelle:www.prophoto-online.de