Was sind gute Objektive?

Gute Objektive sollten ein gleichmäßig brillantes und scharfes, farbgetreues und unverzerrtes Bild liefern. Für die Beurteilung der Abbildungsqualität eines optischen Systems werden folgende messbare Kriterien angesetzt: Schärfe/Auflösung, Kontrast/Brillanz, Zentrierung, Vignettierung, Verzeichnung und spektrale Transmission. In der digitalen Photographie ist es möglich, dass ein Objektiv mit der einen Kamera bessere Bildergebnisse liefert als mit einer anderen – was an der Größe und dem Aufbau des Sensors sowie an der Architektur und am Workflow liegen kann. Zudem ist bei der Beurteilung der Objektiv- und Bildqualität zu bedenken, dass sich vor jedem Bildsensor ein optisches Tiefpassfilter befindet, das Aliasing, Moiré und Kantenartefakte ausschalten soll. Das geschieht durch eine Verringerung der Kontrastübertragung im hochfrequenten Bereich, also bei feinen und sehr feinen Strukturen. Darüber hinaus ist bei Flächensensoren mit Bayer-Mosaik eine Farbinterpolation unumgänglich, die einen gewissen Weichzeichnereffekt bewirken kann.

Quelle: prophoto

Mehr als nur Licht ins Dunkel – Bessere Bilder durch Blitzlicht

Blitzlicht erfüllt viele Aufgaben. Es bringt nicht nur Licht ins Dunkel. An trüben Tagen ist es der Garant für Farbe im Motiv. Blitzlicht kann aber auch störende Farbstiche, hervorgerufen durch das vorhandene Licht, kompensieren und es kann zu starke Kontraste mindern und somit die Detailzeichnung in den zu hellen oder zu dunklen Bildpartien zurückbringen. Bewegungsunschärfen lassen sich durch Blitzlicht ebenso vermeiden wie gezielte Akzente im Bild setzen. Bei Nahaufnahmen und in der Makrophotographie ermöglicht das Blitzlicht das Arbeiten mit kleiner Blende, was für eine große Schärfentiefe sorgt. Ring- und Flächenblitze liefern eine schattenfreie Ausleuchtung, so dass mehr Farben und Details sichtbar werden. Ihre Reflektoren passen ihren Leuchtwinkel automatisch auf den Bildwinkel des verwendeten Objektivs oder die an einem Zoom eingestellte Brennweite ein. Trotz höherer Leistung werden moderne Systemblitzgeräte, deren Funktionalität sich perfekt in die Belichtungssteuerung der Kamera integrieren lässt, immer kleiner.

Blitzschnell reagiert
Eine Besonderheit der künstlichen Sonnen liegt darin, dass sie für einen winzigen Augenblick eine ausreichend hohe Lichtmenge für die korrekte Belichtung liefern. In der extrem kurzen Leuchtzeit der Elektronenblitzgeräte liegt aber auch ihre Problematik. Moderne SLR-Kameras verwenden einen Schlitzverschluss zur Realisierung kurzer Verschlusszeiten. Dabei dauert es einen Moment, bis der erste Verschlussvorhang das Bildfeld ganz freigibt und der zweite sich in Bewegung setzt, um es wieder zu schließen. Innerhalb dieser Zeit, in der das Bildfeld ganz geöffnet ist, muss der Blitz gezündet werden. Anderenfalls kommt nur ein Teil des Bildfeldes in den Genuss der Zusatzbelichtung durch das Blitzlicht. Für die Bildwirkung macht es einen Unterschied, ob der Blitz mit seiner kurzen Leuchtzeit in dem Moment gezündet wird, wo der erste Verschlussvorhang das Bildfeld frei gibt, oder unmittelbar bevor der zweite Vorhang sich anschickt, es wieder zu schließen. Beim Photographieren mit Blitz handelt es sich um eine Doppelbelichtung, die sich aus dem vorhandenen und dem Blitzlicht zusammensetzt.

Das meist vom Blitzgerät kommende Hauptlicht mit seiner sehr kurzen Leuchtdauer friert bewegte Objekte im Bild ein, so dass sie scharf abgebildet werden. Abhängig von der Stärke des vorhandenen Dauerlichts, das zur Belichtung beiträgt, werden Verwacklungs- und Bewegungsunschärfen als Wischer oder Leuchtspuren im Photo sichtbar. Dies wird oftmals auch als kreativer Effekt genutzt, der sich auch durch eine Veränderung der Brennweite während der Belichtung in Kombination mit Blitzlicht erzielen lässt. Der Effekt fällt unterschiedlich aus, je nachdem ob das Blitzlicht auf den ersten oder zweiten Verschlussvorhang synchronisiert wird. So ergeben beispielsweise sich bewegende Lichtquellen im Bildfeld abhängig von der Synchronisationsart eine Leuchtspur vor oder hinter dem zugehörigen Objekt.

Die kürzestmögliche Blitzsynchronzeit ist die kürzeste Zeit, für die ein Kamerasystem das Bildfeld ganz öffnen kann. Bei Kameras mit Schlitzverschluss liegen diese Zeiten zwischen 1/125 und 1/500 Sekunde. Moderne Blitzgeräte können durch einen technischen Trick auch kürzere Blitzsynchronzeiten realisieren. Paradoxerweise werden extrem kurze Blitzzeiten durch eine Erhöhung der Leuchtdauer des Blitzes erzielt. Dies wird häufig durch das Abfeuern einer Serie von Blitzen in extrem kurzen Intervallen erreicht.

Je präziser sich bei einem Blitzgerät Leuchtstärke und Charakteristik des Blitzlichts, sein Leuchtwinkel und die Lichtrichtung und Farbgebung steuern lassen, umso mehr gestalterische Möglichkeiten ergeben sich dadurch für den Photographen. Das Blitzlicht kann für hartes Licht mit starken Schlagschatten oder indirekt über eine Reflexionsfläche für eine weiche, diffuse Ausleuchtung sorgen. Blitzlicht kann Objekte aus dunkler Umgebung hervorheben und durch seine reduzierte Reichweite störenden Hintergrund in der Dunkelheit verschwinden lassen.
Photopraxis 08 / 2008

ANDREAS FEININGER – THAT’S PHOTOGRAPHY

Vom 20. Juli bis 28. September 08

sind rund 300 Schwarzweiß-Fotografien des Meisterfotografen Andreas Feininger im Bremer Landesmuseum zu sehen.

Der 1906 in Paris geborene Sohn des Malers Lyonel Feininger gehört zu einer Künstlergeneration, welche die Fotografie als künstlerisches Medium für sich entdeckte und eine neue fotografische Sehweise entwickelte. Viele der in der Ausstellung gezeigten Arbeiten sind heute „Klassiker“ und haben Fotografiegeschichte geschrieben. Darunter sind Feiningers weltberühmte Stadtansichten seiner Wahlheimat New York ebenso vertreten wie seine faszinierenden Natur- und Landschaftsstudien.

Auf über 800 qm Ausstellungsfläche gibt die Ausstellung einen umfangreichen Einblick in sein Werk.

“Blende und Blende Jugend”

„Blende“, Europas größter Photowettbewerb für Hobbyphotographen, präsentiert auf der photokina 2008 in Köln eine Brillanz an sehenswerten Photographien. Die Ausstellung mit einer Auswahl der Besten Arbeiten des Deutschen Zeitungsleser-Photowettbewerbs „Blende“ ist auf dem Mittelboulevard der Messe zu sehen. Die besonderen Aufnahmen, die engagierte „Blende“-Photographen machen, haben Qualitäten, die das Prädikat „sehenswert“ verdienen. Die über 70 Aufnahmen aus dem Deutschen Zeitungsleser-Photowett­bewerb „Blende“, die auf der photokina 2008 betrachtet werden können, sind ohne Wenn und Aber „bestaunenswert“. Begleitet wird die Ausstellung vom „Blende“-Katalog. Auf über 60 Seiten steht das Bild im Mittelpunkt, denn die Photographie ist die universelle Sprache, die jeder versteht. Kurze Ausführungen zu den einzelnen Themengebieten sowie einige Phototipps runden den „Blende“-Katalog ab.

Entwickler ATM 49

Film:

Adox 100 CHS: 8 Min

FP4: 7 – 8

HP 5: 8 – 10

+1 Blende Zeit mal 1,333
+2 Blenen Zeit mal 1,3332

Bewegungsrythmus:
1 Minute ständig kippen,
danach alle 30 Sekunden einmal kippen